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07.07.2008 - Atomstreit: Nordkorea-Gespräche werden fortgesetzt - Kühlturm gesprengt

Die sog. Sechsländergespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms sollen nach der neunmonatigen Pause in Peking fortgesetzt werden.

Dies sagte der südkoreanische Unterhändler Kim Sook vor seinem Abflug in die chinesische Hauptstadt an.

Nach den Fortschritten im Atomstreit mit Nordkorea wird eine rasche Fortsetzung der Sechsergespräche zwischen Nord- und Südkorea, den USA, China, Rußland und Japan erwartet.

Vorgüngig hatte US-Außenministerin Condoleezza Rice den von Nordkorea abgegebenen Bericht kritisiert, denn er gehen auf wichtige Streitpunkte nicht ein, so Rice.

Der vorgelegte Bericht des kommunistischen Landes beinhalte zwar Informationen über die Anreicherung von Plutonium, nicht aber über die von den Vereinigten Staaten gemutmaßte Urananreicherung, welche auch für waffenfähiges Material genutzt werden kann.

Zudem vermissen die USA Antworten auf Fragen zum Technologietransfer in andere Länder, namentlich muslimische Staaten. Die USA vermuten, daß Nordkoreaauf dem Gebiet der Nukleartechnologie mit Syrien kooperiere.

Kühlturm wurde gesprengt

Nordkorea vor knapp 14 Tagen mit mehrmonatiger Verspätung eine Liste mit Details zu Nuklearmaterialien und Atomanlagen im Land übergeben. Tags darauf ließ das Regime in Pjöngjang in einem symbolischen Akt den Kühlturm an einem bereits abgeschalteten Atomreaktor in seinem umstrittenen Nuklearkomplex Yongbyon sprengen.

Kein Schurkenstaat mehr?

Die Vereinigten Staaten hatten im Atomstreit geäußert, Pjöngjang von der Liste der Terrorismusunterstützer zu nehmen und Handelssanktionen aufzuheben, wenn eine Einigung herbeigeführt werden könne.

Nordkorea: "Wirtschafts- und Energiehilfe beschleunigen"

Das Außenministerium Nordkoreas erklärte am Freitag, daß Nordkorea weitere Abrüstungsschritte nur unternehmen werde, sofern die zugesagten Energie- und Wirtschaftshilfen für das Land beschleunigt würden, denn:

Während Nordkorea 80 Prozent des Atomreaktors abgeschaltet habe, seien nur 40 Prozent der im Gegenzug versprochenen Energielieferungen eingetroffen, so die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

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